Ausstellung im Kunstmuseum Hersbruck e.V.

AUSSTELLUNG „DIE VERSCHOLLENEN“ (21.9. – 17.12.2017)

Eitel Klein, Abenddämmerung in Hörlbach, um 1920

1937 – auf dem Höhepunkt der Verfolgung der Bildenden Kunst – bemalten die Nürnberger Eitel Klein und Erich Kohout das Hersbrucker Rathaus mit Bildern im Stil Karl Hofers. Leider wurde das Werk – einst „größtes Fresko Nordbayerns“ – kurz nach Einmarsch der Amerikaner 1945 ein Raub der Flammen. Nun wird diese Geschichte – eine der zahlreichen einmaligen Episoden des „Dritten Reiches“ – in einer Ausstellung am Ort des Geschehens, in Hersbruck, dokumentiert. Daneben treten drei weitere „Verschollene“ aus Hersbruck in Erscheinung: Fritz Burkhardt – Eduard Aigner und Ernst Pflaumer…

Mit der Ausstellung wird die Nürnberger Schule des Rudolf Schiestl (1876 – 1930) erneut aufgearbeitet. Die Frage, welchen Stellenwert er und seine Schüler innerhalb der Kunst der Weimarer Republik in Nürnberg und darüber hinaus besaßen, wird neu gestellt!

Diese aus Herbruck stammenden Maler und Grafiker waren gleichfalls in den 1930ern tätig und zählen zur „Verschollenen Generation“.  Auch ihre Biografien und Bildnisse sind Teil des Puzzles, das . noch immer lückenhaft – eine der brisantesten Epochen deutscher Geschichte aufarbeitet.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog (25,00 €) mit einer Dokumentation der Rathaus-Fassade sowie Kurzbiografien aller „Hersbrucker Künstler“ in jener Zeit.

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