Ludwig Haller-Rechtern (1904-1986)

Zwischen 1980 und 1981 lebte und arbeitete der Maler Ludwig Haller-Rechtern in der Fasanerie von Schloss Pommersfelden nachdem er bereits 21 Jahre in Kitzingen b. Würzburg verbracht hatte. Haller-Rechterns Werdegang aber verband ihn ursprünglich mit Dresden. Der überwiegende Teil seines Frühwerks fiel dem Bombenangriff vom 13. Februar 1945 zum Opfer. Haller-Rechterns künstlerischer Nachlass umfasst ca. 400 Werke und befindet sich heute in Australien.

Der 1904 in Radebeul geborene Künstler wurde 1932 mit dem Villa Romana Preis ausgezeichnet und erhielt im Anschluss eine Professur an der TH Dresden swoie an der Kunstakademie. Seine Frau berichtete, er habe Otto Dix und seinen eigenen Lehrer Max Feldbauer in einer von ihm entwickelten Farbtheorie unterrichtet. U.a. deshalb sei er bereits mit 28 Jahren an die Hochschule berufen worden. 1933 wurde die Professur jedoch annulliert, da seine Gemälde als „Entartete Kunst“ galten (Malverbot). Sein Wirken in Franken wurde von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, da er hier nicht ausstellte. Aufgrund einer Petition von Prof. Heinrich Beck (Universität Bamberg) gelang es ihm, eine Entschädigung (keine „Wiedergutmachung“!) für im „Dritten Reich“ erlittenes Unrecht zu erhalten. Diese offizielle Anerkennung als „politisch Verfolgter“ ist eine Ausnahme unter den Künstler der „Verschollenen Generation“.