Magdalena Rosina Heuchelin, verh. Funck (1672 – 1693)

Christian Heuchelin, der Vater Magdalena Rosinas, war aus Poszny in Siebenbürgen nach Nürnberg immigriert. Nach seinem Studium in Altdorf und Tübingen ließ er sich 1667 in Nürnberg nieder , wo sie 1672 geboren wurde. Sein Beruf wird als „Canzelist“ angegeben. Über ihre Ausbildung ist nichts bekannt. Ein Buch mit 297 Blumenaquarellen wurde nach ihrem Tod an der Universität Altdorf aufbewahrt. Von hier aus gelangte es durch Verkauf (?) nach Washington (Dumbarton Oaks Reserach Library). Ein weiteres Kompendium mit Kopien derselben Werke befindet sich heute im Hunt Inst. for Botanical Documentation der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania.

Ähnlich wie die Bildvorlagen der Merian wurden ihre Blumenbilder von der Manufaktur Meissen als Vorlagen für das Service des Adam Stanislaus Götzendorf-Strabowski verwendet. Von ihr gibt es verwandtschaftliche Beziehungen zu der Künstlersippe der Dietzsch, denn ihre Schwägerin Regina Catharina Funck war in Coburg mit dem Geheimen Kammerschreiber Johann Wilhelm Dietzsch, deren Sohn der Stammvater Johann Israel Dietzsch, Vater der Dietzsch-Familie war, sodass hier familiäre Verbindungen bestehen.