Jakob Dietz (1889 – 1960)

Der 1889 in Erlangen geborene Künstler stand anfangs unter dem Einfluss des Malers und Grafikers Adolf Schinnerer. Eine wechselseitige Beeinflussung zwischen ihm und dem Erlanger Maler Hans Barthelmess muss gleichfalls vermerkt werden. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Nürnberg wurde Jakob Dietz ebenfalls zum Militär eingezogen. Er geriet in französische Gefangenschaft. 1919 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo ihm der Kunstvereinsvorsitzende Prof. Haack ein Atelier in der Orangerie des ehem. Erlanger Schlosses zur Verfügung stellte. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten entschloss er sich 1924 jedoch nach Nürnberg zu gehen, wo er als Mitglied der „Nürnberger Sezession“ an Ausstellungen teilnahm. Nach ersten Erfolgen (z.B. Ankäufen durch die Stadt) wurden seine Gemälde 1936 wieder aus den Städtischen Sammlungen entfernt („Stillleben mit Calla“, 1930). Ein Ausstellungsverbot folgte. Während der Bombadierungen Nürnbergs im Zweiten Weltkrieg verzog Jakob Dietz nach Kastl/Oberpfalz. Erst 1946 gelange ihm als Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Der Kreis“ ein bescheidenes „Comeback“. Jakob Dietz verstarb im Alter von 71 Jahren. Sein Grab befindet sich auf dem Johannisfriedhof.

(Sektion 5, Nr. 537).