Jakob Dietz (1889 – 1960)

Der in Erlangen geborene Künstler stand unter dem Einfluss des Malers und Grafikers Adolf Schinnerer. Auch kann eine wechselseitige Beeinflussung zwischen ihm und Hans Barthelmess vermerkt werden, wobei Letzterer jedoch früh (1916) bei Verdun starb. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Nürnberg wurde Jakob Dietz ebenfalls zum Militär eingezogen und geriet anschließend in französische Gefangenschaft. 1919 zurückgekehrt, stellte ihm der Kunstvereinsvorsitzende Prof. Haack ein Atelier in der Orangerie des ehem. Erlanger Schlosses zur Verfügung. Für eine freischaffende Tätigkeit war jedoch die Nachfrage in Erlangen zu gering. So zog Dietz 1924 nach Nürnberg, wo er bis zu seinem Tod leben sollte. Als Mitglied der Nürnberger Sezession nahm er an Gemeinschaftsausstellungen teil. Auch hier pflegte er Künstlerfreundschaften. Nach ersten Ankäufen der Stadt wurden seine Gemälde im “Dritten Reich” jedoch aus den Städtischen Kunstsammlungen entfernt (z.B. “Stillleben mit Calla”, 1930). Es folgte ein Ausstellungsverbot. Während der Bombadierungen Nürnbergs 1943 bis 1945 zog Dietz nach Kastl in der Oberpfalz. Zurück in Nürnberg gründete er 1946 mit weiteren Künstlern die Gruppe “Der Kreis”. Jakob Dietz verstarb im Alter von 71 Jahren. Sein Grab befindet sich auf dem Johannisfriedhof in Nürnberg (Sektion 5, Nr. 537).