Museumseinrichtungen

Neunkirchen am Brand – Heroldsberg – Hollfeld

Bislang drei Museen habe ich konzipiert, eines existiert seit nun bereits 22 Jahren – und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit: Das Felix -Müller-Museum in Neunkirchen am Brand wurde von mir ab 1999 eingerichtet und im Milleniumsjahr 2000 eingeweiht!

Es gilt dem Nachlass und der Person Felix Müller (1904 – 1997), der in Neunkirchen am Brand ab 1950 lebte und ein immenses, auch im Markt Neunkirchen öffentlich präsentes Werk hinterließ. Kunst und Kultur prägten auch die Heroldsberger Marktgemeinde im Schatten der freien Reichsstadt Nürnberg. Hier wurde das „Weiße Schloss“ ab 2005 sukkzessive in ein Museum verwandelt. Der Neubau des Rathauses machte es möglich, aus dem maroden, leer stehenden Gebäude ein „Schatzkästlein“ zu gestalten. Der Umbau wurde 2015 abgeschlossen.

Auch hier trug ich mit zur Aufbauarbeit bei. 2010 zeigte Initiator und Museumsleiter Eberhard Brunel-Geuder einen Teil seiner Schätze, die u.a. aus dem Familienbesitz des Geschlechts Geuder von Heroldsberg stammten. Die erste Topografie des mit vier „Schlössern“ gesegneten Ortes zeichnete kein Geringerer als Albrecht Dürer. Die Silberstiftzeichnung „Das Kirchdorf“ (1510) befindet sich heute im südfranzösischen Bayonne, wo die Sammlung Bonnat beheimatet ist. Dennoch wurde ihm in der von mir kuratierten Ausstellung nicht nur das bei seinem Freund Matthias Geuder entstandene Bildnis, sondern auch das Gebäude „Weißes Schloss“ vorgestellt…

Ab 2013 setzte sich die Museumsarbeit fort: Die „Museumsscheune“ Hollfeld sollte ein neues Gesicht erhalten. Das auf ländliche Arbeit und Geräte spezialisierte Museum in einer Scheune war aus der Zeit des ersten „Museumsbooms“ noch vorhanden, befand sich aber in einem recht verwahrlosten Zustand. Sichten, ordnen, inventarisieren – diese ersten Maßnahmen konnten die Bestände sichern. Das Bauwerk selbst aber stellte sich als ungeeignet heraus, da es mit seinen geringen Flächen (Dachschrägen) kaum alle Exponate berücksichtigen konnte. Die neue Ausstellungskonzeption für ein größeres Areal mit Depot für die Schmieden, Gerätschaften und Werkstätten, die das Alltagsleben unserer Vorfahren sichtbar machen, ist noch nicht abgeschlossen. Im „Neuen Spital“ könnte es Wirklichkeit werden: Ein neues Museum für Hollfeld!

Dieser Beitrag wurde unter Aktuell abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.